
Wandern, Moutainbiken, Gleitschirmfliegen - vieles ist möglich in der Europa-Sportregion. Ob abenteuerliche Outdoor-Aktivitäten, landschaftlich eindrucksvolle Wanderwege oder der facettenreiche Wassersport, in Zell am See und Kaprun kann man das alles - und noch mehr - erleben. Ein Rundflug durch die Alpen, Sommerskifahren auf dem Gletscher des Kitzsteinhorns oder Canyoning sind nur einige der Alternativen aus einem Programm mit über 40 Sportarten. Dazu gibt's den abwechslungsreichsten Veranstaltungskalender Österreichs.
In der Europa-Sportregion finden Familien mit Kindern, Paare und Singles jeden Alters ihr ganz persönliches Erholungsparadies. Ein Paradies, das seinen Ursprung in geologischen Geschehnissen hat, die die Vielfalt und Einmaligkeit der Landschaft nach sich zogen.
Die idyllische Bergstadt Zell liegt inmitten der Mittelpinzgauer Senke, 758 Meter über dem Meeresspiegel. Die Tallandschaft wird durch die Saalach und Salzach entwässert. Der südliche Teil dieser Senke ist die Zeller Furche, das einzige schöne Trogtal der Pinzgauer Grasberge. In diesem Trogtal liegt der berühmte, vier Kilometer lange und 1,3 Kilometer breite Zeller See.
Im vorigen Jahrhundert sank der Grundwasserspiegel um rund einen Meter und legte so Wiesen- und Ackerland im Moos trocken. Dieses einzigartige Becken wird von verschiedenen geologischen Formationen umschlossen. Im Norden erhebt sich das Steinerne Meer aus den Kalkalpen, östlich begrenzt durch den Hochkönig. Die schneebedeckten Gipfel der Hohen Tauern, mit Österreichs höchstem Berg, dem Großglockner, ragen im Süden empor. Verbunden werden Kalk- und Zentralalpen in ruhigem Übergang durch die grünen Hänge auf dem Schiefer der Schmittenhöhe und des Hundsteinmassivs. Und noch eine bergspezifische Besonderheit hat Zell zu bieten: Der 1.854 Meter hohe Hahnenkogel (auch Honigkogel genannt), ist der am höchsten bewaldete Berg Mitteleuropas.
1891 verbauten die Zeller den Graben des Schmittenbachs, auf dessen Schuttkegel sie einst die Stadt gegründet hatten, und schufen damit die Basis für den weiteren Ausbau Zells und seiner Stadtteile. Zuvor hatte das Gewässer mit seinen neun Seitenläufen immer wieder für Probleme gesorgt - zuletzt im Jahr 1737. Die lockeren Seitenhänge und die Verwitterung des Glimmerschiefers waren damals Ursache für eine Naturkatastrophe. Die Gemeinde kaufte als Reaktion darauf das gesamte Almgebiet an und dehnte die Aufforstung aus. So wurde die Gefahr ein für alle Mal gebannt.
175 Millionen Kubikmeter Wasser, glasklar und zum Trinken geeignet, fasst der biologisch wie hygienisch vollkommen unbelastete Zeller See. Für die seit jeher hervorragende Wasserqualität ist das Schilf- und Moosgebiet verantwortlich. 1973 wurde es von der Salzburger Landesregierung unter Naturschutz gestellt. Schilf und Moos reinigen nicht nur sehr erfolgreich das Wasser, sondern geben den Fischen ganz nebenbei unzählige Möglichkeiten zum Laichen. Damit steht das Gebiet auch für die Artenvielfalt in dem durchschnittlich 48 Meter tiefen See.
Im Sommer lädt dieser Alpensee mit seinem warmen Wasser zum Wasserskifahren, Segeln, Rudern und Tauchen ein. Hautnah erleben kann man das Nass auch beim Besuch in einem der Strandbäder. Trocken bleibt man dagegen bei der Seerundfahrt oder dem Paddeln mit einem geliehenen Ruderboot. So genießt jeder ganz individuell das Sommervergnügen und den Luxus, in Trinkwasser baden zu können. |